Rettungskonzepte für das Befahren von Behältern und enge Räume
Wenn es darauf ankommt, zählt jede Sekunde. Ein Rettungskonzept muss vor dem Ernstfall stehen.
Ein Mitarbeiter steigt in einen Tank, ein Silo oder einen Kanalschacht ein – eng, unübersichtlich, oft ohne Sichtkontakt nach draußen. Wird er dort bewusstlos oder verhakt sich in der Sicherungsleine, zählt jede Minute. Viele Betriebe verlassen sich in diesem Moment auf die Feuerwehr. Das klingt beruhigend, ist aber gefährlich: Die Feuerwehr kennt Ihre Anlage nicht, ist nicht sofort vor Ort und hat nicht automatisch das passende Material für jede Behälter- oder Silo-Geometrie parat. Kommt es zum Gefahrenfall, bleiben oft nur wenige Minuten.
Genau deshalb fordert die DGUV Vorschrift 1, dass für Rettung aus Gefahr die erforderlichen Einrichtungen, Sachmittel und das nötige Personal bereitstehen müssen. Für das Befahren von Behältern und engen Räumen wird das in der DGUV Regel 113-004 und der DGUV Information 213-055 konkretisiert: Ohne ein durchdachtes, geübtes Rettungskonzept darf niemand einsteigen.
Ich kann " Manuel Sicher Arbeiten" nur jedem Unternehmen weiterempfehlen.
Danke für das gelernte.
Ich freue mich auf die nächste Schulung.
Jörg schafft es, selbst Themen wie Vorschriften, Gefahren und Sicherheitsregeln spannend, verständlich und mit einer guten Portion Humor zu vermitteln. Man merkt sofort, dass er viel Erfahrung hat und genau weiss, wovon er spricht.
Besonders positiv fand ich die lockere Atmosphäre – man konnte jederzeit Fragen stellen, ohne sich dumm vorzukommen. Die Zeit verging überraschend schnell, und ich habe einiges mitgenommen, das im Arbeitsalltag wirklich nützlich ist.
Klare Empfehlung für alle, die einen Arbeitssicherheitskurs besuchen müssen und dabei nicht einschlafen möchten. Danke Jörg für den tollen Kurs und die vielen praxisnahen Beispiele!
Da ich in einer Schweizer Papierfabrik arbeite, sind genau das die kritischen Szenarien, die für uns im Alltag zählen.Jörg hat den Kurs einfach meisterhaft geleitet.
Er schafft es von der ersten Minute an, alle Teilnehmer voll mitzunehmen.
Bei solchen Themen ist die Theorie oft trocken – nicht bei ihm! Selbst der Theorieteil war extrem spannend gestaltet. Dank Jörgs Erklärungen habe ich jetzt zum ersten Mal die Werte auf dem Gaswarngerät nicht nur kurz abgelesen, sondern endlich auch richtig verstanden.
Ein riesiges Lob auch für die praktischen Übungen: Sie waren absolut realistisch und perfekt auf unsere echte Arbeitsumgebung zugeschnitten. Keine theoretische Spielerei, sondern echtes Wissen für die Praxis.Vielen Dank, Jörg! Ein langweiliger Sicherheitskurs war das definitiv nicht. Wer bei ihm lernt, nimmt echtes Fachwissen und Sicherheit mit nach Hause. 5 von 5 Sternen!
Kann ich nur weiter empfehlen
Wir sehen uns wieder.
Viele Grüße
Jörg Norbert
Es war sehr interessant und informativ. Besonders gut: Anstelle einer Folienpräsentation erfolgt die Wissensübermittlung fast ausschließlich im Dialog mit sehr vielen Beispielen und absolutem Praxisbezug. Eine schriftliche Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten gibts natürlich trotzdem.
In Übungen wird auf spezifische Fallbeispiele aus dem Teilnehmerkreis eingegangen. Ich war selten in einer so guten Schulung.
Absolut empfehlenswert für alle Freimesser, die wirklich was mitnehmen möchten.
Warum die Rettung aus Behältern besonders kritisch ist
Zugänge zu Behältern, Tanks oder Kanalschächten sind häufig so eng gebaut, dass zwar der Einstieg gelingt, eine Bergung im Notfall aber kaum möglich ist. Typische Mannloch-Öffnungen haben oft nur rund 600 mm Durchmesser. Die Rettung einer bewusstlosen Person durch diese Öffnung darf man nicht improvisieren, hierfür braucht es die richtige Technik und geübte Handgriffe.
Was gehört in ein Rettungskonzept?
Nach DGUV Information 213-055 wird zwischen drei Verfahren unterschieden, die im Rettungskonzept zusammen gedacht werden müssen:
Zugangsverfahren
Wie gelangen Personen sicher in den Behälter oder engen Raum?
Positionierungsverfahren
Wie wird die Person während der Arbeit sicher gehalten/positioniert?
Rettungsverfahren
Wie wird die Person im Notfall wieder herausgeholt?
- Wer alarmiert wird und wer welche Aufgabe im Ernstfall übernimmt
- Welche Rettungsmittel vor Ort bereitstehen (z.B. Rettungswinde, Dreibein, Höhensicherungsgerät mit Rettungshub)
- Ein Sicherungsposten, der von außen den ganzen Einsatz im Blick behält und im Zweifel sofort reagiert
- Ob und wie externe Kräfte (z.B. Feuerwehr) eingebunden werden, inklusive vorheriger Abstimmung, Ansprechpartnern und Kenntnis der örtlichen Besonderheiten
- Regelmäßige Übungen, damit das Konzept in der Praxis tatsächlich funktioniert
Wie Rettungskonzept und Gefährdungsbeurteilung ineinandergreifen
Wer nur die Gefährdungsbeurteilung erstellt, aber kein Rettungskonzept, hat die halbe Arbeit gemacht. Die Gefährdungsbeurteilung beantwortet die Frage: Was kann hier passieren? Das Rettungskonzept beantwortet die Frage, die direkt danach kommt: Was tun wir, wenn es passiert?
Bei Mauel entstehen deshalb beide Dokumente im selben Arbeitsschritt, mit denselben Ansprechpartnern und derselben genauen Kenntnis Ihrer Anlage. So vermeiden Sie zwei separate Unterlagen, die in Rettungssituationen nicht zueinander passen.
Warum wir wissen, wovon wir sprechen
Ein Rettungskonzept, das nur in der Schublade liegt, hilft niemandem. Deshalb üben wir Rettungsszenarien an echten Nachbildungen der Behälter und engen Räume, wie sie in der Praxis vorkommen. Im SICHERWERK stehen dafür unter anderem diverse Silos mit und ohne Einbauten wie Rührwerke, Schächte, Kanäle, Steigleitern, Druckbehälter und Wasserbehälter zur Verfügung. Für die Papierindustrie üben wir zusätzlich an einem Trockenzylinder, wie er in Papierfabriken zum Einsatz kommt. Unser Team, allen voran Jörg Mauel, bringt jahrelange praktische Erfahrung aus genau diesen Einsatzszenarien mit. Wir Wissen, wie sich eine Rettung unter engen, unübersichtlichen Bedingungen tatsächlich anfühlt und was in der Praxis wirklich funktioniert.

Häufige Fragen zu Rettungskonzepten
Nein, die Feuerwehr kennt weder die Geometrie Ihres Behälters noch die genaue Einstiegsstelle und ist im Gefahrentfall nicht innerhalb der ersten kritischen Minuten vor Ort. Wird sie dennoch eingebunden, muss das vorher schriftlich abgestimmt sein.
Ja. Die DGUV Vorschrift 1 verpflichtet Unternehmer, für die Rettung aus Gefahr ausreichende Mittel und geschultes Personal bereitzustellen. Die DGUV Regel 113-004 konkretisiert das speziell für Behälter, Silos und enge Räume.
Weil die Zugangsöffnungen von Tanks oder Silos oft nur etwa 600 mm Durchmesser haben – groß genug zum Einsteigen, aber zu klein, um eine bewusstlose Person ohne geeignete Technik wieder herauszuholen. Deshalb braucht es spezielle Rettungsmittel wie Rettungswinden oder Dreibeine.
Ein vollständiges Rettungskonzept legt fest, wer im Ernstfall alarmiert wird, welche Rettungsmittel vor Ort bereitstehen, wer als Sicherungsposten die Rettung einleitet und wie die Person durch den engen Zugang geborgen wird. Alle vier Punkte müssen bereits vor Arbeitsbeginn geklärt sein.
Die Gefährdungsbeurteilung ermittelt, welche Gefahren beim Befahren des jeweiligen Behälters bestehen. Das Rettungskonzept legt fest, wie im Ernstfall konkret reagiert wird, wenn genau diese Gefahr eintritt.
Die Verantwortung liegt immer beim Arbeitgeber, auch wenn die Erstellung an eine fachkundige Person delegiert wird. Bei komplexeren Anlagen empfiehlt sich dafür externe Unterstützung, die bereits Erfahrung mit ähnlichen Behälter- und Silogeometrien mitbringt.
Sie benötigen ein betriebsspezifisches Rettungskonzept für das Befahren von Behältern oder engen Räumen?
Wir unterstützen Sie dabei: Praxisnah, rechtssicher und mit jahrelanger Erfahrung.
